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Vorweg: Auch DIESE Kredit- und Aktienblase wird platzen!

Der frühere Fed-Chairman Paul Volcker beschrieb kürzlich die Situation wie folgt:
"Das Schicksal der Weltwirtschaft hängt vollkommen vom Aktienmarkt ab, dessen Steigerungen wiederum von etwa 50 Aktien abhängen, wovon die Hälfte der Unternehmen noch nie einen Gewinn gemacht hat."

Ich habe sehr viel recherchiert, um Ihnen anhand von Daten, Fakten und Tatsachen - eben anhand von "Fundamentals" - meine kühne und düstere Prognose für die westlichen Aktienmärkte zu "erklären". Und das, obwohl die Elliott-Wellen sich nicht um Fundamentals kümmern, aber ich weiß auch, dass die Elliott-Wellen für Ungeübte nicht leicht nachvollziehbar sind und die daraus abgeleiteten Prognosen in der Regel als "völlig utopisch" angesehen werden.

Bei meinen Recherchen habe ich so viel Material gefunden, das meine Aussichten auch fundamental absolut bestätigt, dass ich gar nicht weiß, womit ich anfangen soll. Ich werde es nach und nach versuchen.

"Völlig utopisch" ist nicht etwa meine düstere Prognose, sondern was zur Zeit tatsächlich an den Aktienmärkten geschieht, ist es. Noch einmal zum "Mitschreiben": Ich erwarte den Dow Jones in spätestens drei bis vier Jahren bei 1.000 Punkten (Minimum) und wahrscheinlich sogar unter 400 Punkten.

Die Parallelen zu 1929 sind erschreckend deutlich, auch wenn es immer wieder heißt: "Heute ist es anders". Lesen Sie dazu die entsprechenden Nachrichten und Zeitungsartikel von vor 70 Jahren am Ende des Textes zum  Crash 1929. Die wesentlichen Faktoren, die bereits seit Jahren, teilweise seit Jahrzehnten, schleichend an die Oberfläche kommen, sind

 - die eskalierende ungleichmäßige Einkommensverteilung
 - die Fehlleitung von Kapital 
 - die weltweiten Überkapazitäten  
 - das exorbitant ausgeweitete Kreditvolumen 
 - die Entfernung des Aktienmarktes von der realen Welt

wobei diese (und zahlreiche weitere) sich natürlich gegenseitig beeinflussen.

Allen voran stehen die Schulden, die seit Jahren sowohl die Wirtschaft als auch den Aktienmarkt "feuern".

HSBC hat kürzlich in einer Studie spekulative Blasen analysiert.  Lesen Sie hier das Ergebnis dieser Studie.

Nach allem was ich in letzter Zeit gelesen habe, fühle ich mich in meiner Prognose immens bestätigt. Es dürfte sogar schlimmer kommen als 1929 - 1932, nämlich schneller und heftiger. Demnach wird der Jahrtausendwechsel seinen Beitrag dazu leisten ...

Ich bin somit ein wenig schockiert, wie sehr die "Fundamentals", wenn man genau hinsieht, die Elliott-Wellen bestätigen. Genau genommen würde es mich freuen - wenn es nicht so gravierende Folgen für jeden von uns hätte.

Ebenso erschreckt hat mich folgende Meldung vom 24. Juni 1999:
Frankfurt (Reuters) - Die Hausse der Medienwerte am Neuen Markt hat sich
am Donnerstag beschleunigt. Titel wie Kabel New Media<KNWG.F>, RTV Family
Entertainment<RTVG.F> und Highlight<HLGZq.F> verbuchten Kursexplosionen von
mehr als 40, zeitweise sogar von mehr als 50 Prozent. Ein Frankfurter
Chefhändler sprach von regelrecht "jähzornigen" Käufern. "Jetzt drehen die
Leute durch", so sein Resümee.
   Am Donnerstag profitierten selbst Firmen, die nicht direkt der
Medienbranche zuzuordnen sind, von dem Run. Der Börsenneuling I-D Media
<IDLG.F>, seit dem Börsengang eher vernachlässigt, legte rund 35 Prozent zu.
"Nur weil sie Media im Namen führen", sagte ein Branchenexperte. Tatsächlich
handele es sich dabei um ein Internetunternehmen.

Und ein weiteres Zeichen für die derzeitige Manie:
Frankfurt, 7. Juli 1999: Devisengeschäfte via Internet
Die Dresdner Bank AG ermöglicht einem ausgewählten Kundenkreis ab sofort Devisengeschäfte per Internet. Wie das Institut am Mittwoch in Frankfurt mitteilte, könne sich der Kunde über das System "Piranha" Devisenkurse in Echtzeit anzeigen lassen und per Mausklick im jeweiligen Kreditrahmen alle gängigen Währungen  zur Kasse, auf Termin, oder als Swap handeln.
Wenn der "Kick" durch die Aktien nicht mehr kommt (dort sind wir ja zweistellige Prozentausschläge inzwischen gewohnt), braucht man eine neue Spielwiese...

Ich werde also meine Gedanken und Recherchen "sortieren" und Sie dann nach und nach "sanft" auf das Ende des Finanzsystems in seiner jetzigen Form vorbereiten.

Seien Sie kritisch, wenn Sie hören:, "Diesmal ist es anders - das Internet ist die Zukunft und wird die Welt verändern!" Natürlich ist das Internet die Zukunft und es wird die Welt definitiv verändern! Das steht außer Zweifel. Diesmal ist es das Internet, und alles, was ein ".com" oder "@" im Namen hat, ist schon mal allein deswegen ein Vielfaches mehr wert als ein vergleichbares Unternehmen mit einem weniger deutlichen Namen. (Es ist nicht lange her, da stieg eine Aktie an einem Tag um 30 %, weil sie ihre Internetseite neu gestaltet hat.) 1929 war es das Radio und das Auto, von dem alle wussten, dass dadurch die Welt verändert würde - und auch damals war diese Annahme der Grund für die Rechtfertigung der exorbitanten Übertreibung. Heute hat die Internet-Euphorie die Übertreibung der 20-er Jahre bereits um etwa das Zweifache übertroffen, obwohl die RELATIVE Veränderung des Radios und des Autos damals sicherlich viel größer war. Denken sie auch einmal an die RELATIVE Veränderung durch die Erfindung des elektrischen Lichts - ein Knips am Lichtschalter anstatt des Anzündens von Kerzen oder Öllampen! Dagegen ist das Internet trotz seiner vielen neuen Möglichkeiten eine Kleinigkeit, die die Welt nicht wirklich verändert, sondern nur noch schneller und transparenter macht.

Der "tronics boom", der gut 40 Jahre (1961) nach dem großen Crash einsetzte, war vergleichbar - damals waren es Namensbestandteile wie "electronics" oder "silicon", die eine Aktie gleich wertvoll machten. Die Blase platzte schon 1962. Die Aktie von z. B "Boonton Electronics" verlor 93 %.

Weiteres Beispiel einer einzelnen Aktie: Centennial Technologies
Die Aktie war Ende 1996 von vielen als "Aktie des Jahrzehnts" angesehen, und sie stieg und stieg:

Sie stieg in der Spitze (leider weiß ich nicht, wann das war) auf 55,50 $. Und heute: 1,02 $. Das Tief der letzten 12 Monate lag bei 0,37 $. Verlust vom Hoch zum Tief: 99,3 %! Das Unternehmen macht derzeit Verluste.

Beispiel Amazon.com:
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In gut einem Jahr von 10 $ auf 220 $ (zur Zeit 110 $). Hierzu hat sich kürzlich Michael Bloomberg geäußert (Quelle: Yahoo! News):

Wednesday June 23 5:58 AM ET
Bloomberg Down on Internet Stocks
By DEAN VISSER Associated Press Writer
SINGAPORE (AP) - Internet commerce companies and their wildly popular stocks will have a hard time surviving, media magnate Michael
Bloomberg said today. ``Most of these companies will never have earnings. They just can't survive in the real world,'' Bloomberg told the American Chamber of Commerce in Singapore. ``A lot of these Internet stocks are not formed as companies, they're formed as stocks.''
Bloomberg, founder and chief executive officer of financial news provider Bloomberg L.P., likened Internet stock trading to the art market. The stocks' value was based largely on whim and publicity, rather than the concrete value or earning potential of their companies, he said.
``If you want to look at a regular stock you go to either a financial analyst or an economist. If you want to value Internet stock, you go to a psychologist or publicist,'' Bloomberg said.
E-commerce, or selling goods or services over the Internet, has inherent pitfalls, Bloomberg said. The ease and low cost of access to the network would make it difficult - and massively expensive - to hold customers, he added.
He mentioned the well-known Internet bookseller Amazon.com as a prime example.
``There is no reason why anybody here couldn't go into competition with Amazon literally by this afternoon,'' he said.
Amazon will have to market itself hard to stay on top of competitors, he said, predicting that ``the cost of doing so is, in the end, going to keep them from ever making a lot of money.''

Nächstes Beispiel: Ameritrade

Die gleiche Story - in gut einem Jahr von unter 10 $ auf 190 $ (zur Zeit 85,50 $).
Das Management dieser Firma (Online-Broker) will weitere Aktien verkaufen, um 250 $ einzunehmen ("um Firmen oder Asset zu erwerben" bzw. für "allgemeine geschäftliche Zwecke"). Obwohl die Aktien also in 2 1/2 Monaten um 50 % gefallen ist, will das Management JETZT noch schnell holen, was zu holen ist. Hier die Meldung von CBS Market Watch":

Ameritrade files to sell more shares
By Emily Church, CBS MarketWatch
Last Update: 5:10 PM ET Jun 25, 1999
NEW YORK (CBS.MW) -- Ameritrade on Friday filed to sell more
shares to raise as much as $250 million, saying it could use part of the
funds to acquire "businesses or assets."
The online broker (AMTD: news, msgs) said in a U.S. Securities and
Exchange Commission filing that it expects to use the funds from the sale
of class A common stock for "general corporate purposes, including
promoting the Ameritrade brand name through advertising, building
infrastructure, developing and acquiring new forms of technology."
The company also sees itself retiring "existing indebtedness and potentially
acquiring businesses or assets." See filing.
Ameritrade shares rose 3/8 to 85 1/2 Friday.
A company spokesman offered no further comment on the SEC filing.
Goldman Sachs is the lead underwriter for the sale.

Ich könnte noch viele weitere Beispiele bringen: At Home, AOL, CMGI, Doubleclick, eBay, E*Trade, Earthlink, Lycos, OnSale, Infoseek, Yahoo!, ..., ...  Sie sehen alle sehr ähnlich aus.
 

Und noch'n Gedicht: Alles in einem Namen vereinigt: InternetNews.com

Die gerade erfolgte Börseneinführung dieser Firma ist ein weiteres sicheres Zeichen für das Ende des Bull-Market. Die Firma besteht aus einem "Analysten" und ein paar Internetseiten (mit Newslettern und Diskussionsforen - wie es sich gehört) und der Firmenzweck besteht darin, die Internet-Manie aufrecht zu erhalten, indem dort ständig neue Phantasiewerte empfohlen werden. Hier ein paar Zahlen (Quelle: Yahoo! Finance):
Buchwert:           26,4 Mio $
Marktwert:        327,6 Mio $
Erlöse 1Q99:        1,6 Mio $ (+   94 % zum Vorquartal)
Verlust 1Q99:       3,3 Mio $ (+ 378 % zum Vorquartal)

Und es gibt Leute, die kaufen diese Aktie. Am 25.06., dem ersten Börsentag, wechselten über 6 Mio Aktien die Besitzer.

Und hier folgt ein Update bzw. eine Korrektur - danke für die Information eines "Lesers":
Sehr geehrter Autor,

mit Interesse habe ich Ihre Ausführungen "Crash 99" gelesen.
In dem Text besprechen Sie die Firma internet.com, die u.a.
auch die Seite internetnews.com betreibt. Ihre Daten stimmen
so nicht, die Firma besteht keineswegs aus nur einem
Analysten und ein paar Seiten. Der Vorstand von INTM ist
kein geringer als Hr. Meckler, der Founder von Mecklermedia.
Internet.com selbst hat rund 100 Mitarbeiter und betreibt
65 verschiedene Internetangebote. Dabei beschäftigt sich
der überwiegende Teil der Seiten nicht mit Internetaktien.
Internet.com hat im Monat über 60 Millionen Pageimpressions.

Es gab eine Analyse eines US-Investmenthauses, die
Internet.com als das kommende Wallstreet-Journal des
Internets bezeichnete.

Ihre Ausführungen sind also weit ins Negative überzogen.

Mit freundlichen Grüßen
A. K.

Allerdings kann ich auch die obigen Zahlen aktualisieren, denn es ist ein weiteres Quartal vergangen:
Erlöse 2Q99:        2,9 Mio $ (+   81 % zum Vorquartal)
Verlust 2Q99:     11,6 Mio $ (+ 252 % zum Vorquartal)

Die Verluste wachsen also weiterhin viermal so schnell wie die Erlöse. Da kann man nur hoffen, dass das Unternehmen sich nicht tot wächst.
Am ersten Börsentag schloss die Aktie bei 14 $, stieg dann in knapp 4 Wochen auf über 26 $ und steht heute (13.08.99) bei 12 $.

_____________________

Fangen wir mit einigen Zahlen zur heutigen "Kreditblase" in den USA an:
Die Schulden von Nicht-Banken wuchsen 1998 um 953 Milliarden Dollar, 30 % mehr als 1997.
Hypothekenkredite stiegen um 369 Milliarden Dollar (in 1997: + 237 Milliarden Dollar).
Schulden von Unternehmen stiegen um 343 Milliarden Dollar (1997: + 258 Milliarden Dollar).
Der Finanzsektor borgte sich in 1998 weitere 1,1 BILLIONEN Dollar (1997: + 653 Milliarden Dollar).

Weitere Zahlen:
                                            Stand Ende 1972            Stand Ende 1998
private Hypothekenkredite        332 Mrd. $                    4.100 Mrd. $    (Faktor 12)
Autokredite                                48 Mrd. $                       468 Mrd. $    (Faktor 10)

Und wo floss das ganze Geld hin? Jedenfalls hat es der Wirtschaft nicht viel genützt, denn das Bruttosozialprodukt stieg nur um etwa 550 Milliarden Dollar. Fehlallokation von finanziellen Mitteln! Es steckt in der "Bubble".

Es ist vielleicht noch ein wenig unstrukturiert, aber jetzt kommt ein Chart - die langfristige Entwicklung von S&P500 und der Advance/Decline-Line:

Seit 20 Jahren hält die a/d-Line nicht mehr mit dem S&P500 mit. Der kleine Rückgang am Ende (seit April 1998) ist auf diesem Chart besser zu erkennen:

Und wie war es vor 1929?

Auch hier hatte die a/d-line viel früher ihren Höhepunkt als der Dow Jones. Vorsicht, Vorsicht!

Vielleicht interessiert auch das historisch hohe Kurs-/Gewinn-Verhältnis der S&P-500-Aktien:

Noch ein paar Zahlen: Normale historische Marktkapitalisierungen liegen bei etwa 50 % des Bruttoinlandsproduktes.
1929 lag sie bei 87 %.
Heute beträgt sie etwa 150 %!
In den letzten zwei Jahren hat die Marktkapitalisierung um 60 % des US-Bruttoinlandsprodukts zugenommen (BIP = ca. 8,8 Billionen Dollar). Seit Ende 1996 hat der S&P500 etwa 80 % zugelegt, die Gewinne der S&P500- Unternehmen aber nur um 2 %.

Weiter geht es mit den aktuellen Zahlen, die am 29.06.99 vom US-Handelsministerium veröffentlicht wurden: Im Mai 1999 haben die US-Verbraucher abermals ihre Ausgaben stärker erhöht als ihre Einkommen wuchsen, teilte das US-Handelsministerium mit. Die negative Sparrate erreichte den Angaben zufolge im Mai mit 1,5 Prozent ein Rekordtief. Übersetzt: Die US-Verbraucher konsumieren auf Kredit. Das dies früher oder später ein Ende haben muss, ist klar.
Noch ist die Sorglosigkeit enorm groß. Die ganze US-Wirtschaft - und die Börseneuphorie - basiert auf Kredit.


 

Die Konsumausgaben stiegen im 1. Quartal 1999 um (annualisiert) 6,7 %. Dies ist die höchste Zunahme seit Anfang 1988, nachdem die Fed, als Reaktion auf den Crash 1987, den Markt aus Sorge vor einem größeren Kollaps massiv mit Liquidität versorgte. Fazit: Die US-Verbraucher sind euphorisch und sorglos über die Zukunft wie lange nicht mehr.

 

Noch ein - extremeres - Indiz für die euphorische Stimmung: Die am 29.06. vom Conference Board veröffentlichten Zahlen zum Konsumentenvertrauen (Consumer Confidence) nennen einen Indexstand für Juni 1999 von 138,4; der Mai-Index ist von 135,8 auf 137,7 revidiert worden. Diese 138,4 sind der höchste Stand seit über 30 Jahren (Oktober 1968, höchster Stand überhaupt mit 142,3) und der achte Anstieg in Folge - zuletzt gesehen vor 32 Jahren! Damals erreichte der Dow Jones erstmals knapp 1.000 Punkte, fiel später etwa 30 %, stieg dann 1972 einmal knapp über 1.000 Punkte und fiel sogleich wieder um 40 %. Erstmals wurden die 1.000 Punkte dann 1982 wieder erreicht und dauerhaft überschritten. Dort etwa begann die Welle 5 aus dem Zyklus seit 1932.

 

Heute (06.07.99) kommt eine Meldung über den Ticker, nach der das klassische KGV-Verhältnis für die Neuer-Markt-Titel nicht mehr aussagefähig ist. Lesen Sie dazu  hier .

Ich bin mal gefragt worden, wie sich eigentlich in der Zeit von 1929 - 1932 die damaligen "Wachstumswerte" entwickelt haben, also die Aktien, die damals die "neue Technik" und damit die Phantasie und Euphorie für die Zukunft darstellten. Endlich kann ich die Antwort geben.
Die damaligen Phantasiewerte waren in erster Linie die Radioaktien, daneben Autoaktien. Das damals erfundene Radio hat die Welt entscheidend verändert, und alle sahen darin - zurecht - eine gigantische Zukunft. Das Radio und der übrige Funkverkehr ist nicht mehr wegzudenken und unverzichtbar. Insofern waren die Vermutungen völlig richtig und keineswegs überzogen. Überzogen waren aber die exorbitanten Kurssteigerungen dieser Aktien. Sie wissen sicherlich, dass der Dow Jones-Index von 1929 bis 1932 sage und schreibe 89 Prozent verloren hat (von 381 auf 41 Punkte).
Die Radiowerte aber - obwohl sie die Zukunft waren - verloren im Durchschnitt in dieser Zeit 97 Prozent! Wie ich schon mehrfach sagte: Damals das Radio, heute das Internet.

Heute (16.08.99) habe ich dazu auch einen Chart gefunden, einen, der noch von Hand gezeichnet wurde:
Radio Corp. of America - DER Zukunftswert in 1928/29 (der blau eingezeichnete Chart ist der von AOL).

 

Weiteres Beispiel: Die Biotech-Manie Ende 80er/Anfang 90er (im Vergleich mit dem Internet-Index):

Und es gibt noch ein historisches Beispiel (leider ohne Chart). In der Mitte des 19. Jahrhunderts war die Eisenbahn DIE Erfindung, die - wieder einmal - die Welt verändern sollte und es auch tat. Eisenbahnaktien schossen damals ebenfalls in die Höhe, zogen zwar den gesamten Aktienmarkt mit, aber nicht so extrem wie eben die Eisenbahnwerte. 1850 etwa wurden die Eisenbahnunternehmen geplagt von zu vielen Streckenerrichtungen, Konkurrenz und steigenden Kosten. Die Investoren sahen in den Eisenbahnaktien nicht Anteile an Unternehmen (und analysierten diese daher auch nicht sonderlich), sondern sahen die Aktien schlicht als Investition in die Zukunft der neuen Technologie (ebenso wie beim Radio und beim Internet). Die Spekulationsblase platzte natürlich auch, weil die Kurssteigerungen einfach maßlos übertrieben waren. Eisenbahnaktien verloren in der Folge 85 Prozent im Durchschnitt.

Kern der gesamten Elliott-Analyse ist aber der fraktale Aufbau der verschiedenen Wellenebenen, wie sie beim Dow Jones in extremer Vielfalt auftreten. 

Und  hier  können Sie, wenn Sie noch nicht genug haben, eine weitere Ausarbeitung lesen.

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